
Schweizer Wandernacht: durch den Aargauer Norden
Nachdem der Puls bei den einen bereits bei der Anfahrt mit dem Bus in die Höhe ging (aufgrund der Verspätung wurde befürchtet, den Anschluss zu verpassen), konnten sich dann doch alle 26 Nachtwandernde bei der vereinbarten Postautohaltestelle in Etzwil begrüssen. Gemütlich zog die Gruppe bergauf durch die landwirtschaftlich geprägte Hügellandschaft und traf in Hagenfirst, beim Lebenshof Wendy Welt, auf eine überraschende Vielfalt an Tieren. Dort finden heimatlose Tiere einen sicheren und artgerechten Lebensraum. Neben Truthühnern, Kaninchen und anderen Tieren, weckten Perlhühner sogar Erinnerungen an entfernte Länder in Afrika.





Weiter ging’s an den in der Abendsonne liegenden Waldrand beim Redlisacher, wo Modellflugzeuge auf ihre Piloten warteten. Nachdem der Durst gelöscht und die give-aways von Kambly und den Wanderwegen Schweiz sowie unsere eigenen, in Holz gefrästen Jubiläums-Rucksackanhängern des Kantonalverbandes Naturfreunde Aargau verteilt waren, wurde der Besseberg angepeilt, wobei sich auch schöne Blicke auf das Dorf Mandach eröffneten. Die frisch gemähte Wiese auf dem Besseberg diente uns als Aussichtspunkt für den Sonnenuntergang. Während dem Picknick und bei angenehmer Temperatur versank die Sonne hinter dem Schwarzwald und im Westen konnte sogar der Turm von St. Chrischona bei Basel im Abendrot erspäht werden.









Nach der ausgedehnten Pause ging es in Einer-Kolonne durch das Naturschutzgebiet weiter, die friedliche Abendstimmung liess eine feierliche Stimmung aufkommen. Nach einem kurzen Abstieg konnten wir im Aufstieg zum Rotberg-Sattel sogar noch ein paar Leuchtkäfer im Gebüsch erspähen. Am Südhang des Rotberges warteten wir im Gezirpe der Grillen zuerst vermeintlich vergeblich auf den Mond, denn die Alpen war nicht zu sehen und der Horizont schien sehr verhangen. Doch kurz nachdem die Spitze der Gruppe den Blick zum Horizont verlor, konnte sie von hinten rechtzeitig darauf hingewiesen werden, dass der Mond nun doch auftauchte. Die paar Meter zurück lohnten sich extrem: als orange-rosa Kugel stieg der Mond in den Abendhimmel empor!






Nach diesem Erlebnis wurde der Abstieg nach Villigen unter die tastenden Füsse genommen, um das Postauto – trotz baustellenbedingter verlängerter Wanderung – an der Ersatzhaltestelle rechtzeitig zu erreichen. Bei der Umrundung des Gugelen ob Villigen hatte der Mond sein oranges Licht abgelegt und erhellte uns silbern den Weg durch den Rebberg. Erfüllt von den verschiedenen Eindrücken dieser schönen Wanderung verabschiedeten sich die Teilnehmer in Villigen zufrieden und glücklich voneinander und reisten in verschiedene Himmelsrichtungen nach Hause.
